Wo Salzburgs Kaffee geröstet wird
von inspired Redaktion
Vier Adressen, an denen Kaffee nicht nur ausgeschenkt, sondern auch geröstet, erklärt und verkauft wird.
Kaffee ist in Salzburg meistens ein Kaffeehausthema. Daneben gibt es eine kleinere Szene, in der geröstet, gemahlen und über Herkunft gesprochen wird. Diese Runde führt zu vier Betrieben, die ihren Kaffee selbst verantworten: eine Rösterei in Maxglan, ein Rösthaus in Nonntal, eine Rösterei mit Bar in der Linzergasse und ein Café, das eine ganze Produktwelt aus afrikanischen Anbaugebieten mitbringt. Die vier liegen in unterschiedlichen Stadtteilen, deshalb funktioniert die Runde eher als Tagesprogramm.
In der Maxglaner Hauptstraße 29 liegt der Produktionsort von 220GRAD. Die Rösterei beschreibt ihren Weg vom Ursprung über den Rohkaffee und sortenweise entwickelte Röstprofile bis zur fertigen Selektion. Du kannst Bohnen kaufen und direkt vor Ort mahlen lassen, Onlinebestellungen sind nach zwei Stunden abholbar. Für einen längeren Aufenthalt ist der Ort ausdrücklich nicht gedacht, das übernehmen die gastronomischen Filialen. Wer Kaffee als Mitbringsel sucht, ist hier am nächsten an der Produktion.
Eine davon steht in der Nonntaler Hauptstraße 9A, in den Räumen eines früheren Elektrohandels. Der industrielle Bestand blieb sichtbar und wurde mit gestaltetem Interieur kombiniert. Auf der Karte stehen Frühstück, eine kleine Lunchauswahl, Patisserie sowie vegane und glutenfreie Optionen; ein Frühstück ist ausdrücklich auf eine 220GRAD-Selektion bezogen und beschreibt dazu Herkunft, Tassenprofil und passende Zutaten. Nonntal, Rupertinum und Rösterei führt der Betrieb als zusammengehöriges Standortkonzept eines Salzburger Familienunternehmens über zwei Generationen.
In der Linzergasse 72a verbindet Ratio Coffee Roasters Rösterei, Shop und Café. Geröstet wird in kleinen Chargen auf einem elektrisch betriebenen Giesen-Röster, im Verkauf stehen neben eigenen auch Gast-Röstungen. Auf der Getränkeseite findest du Flat White, Filterkaffee, V60, Cold Brew und Aeropress, dazu vegane Kuchen, Snacks, Naturwein und Brüh-Equipment für zuhause. Das Konzept ist von der Kaffeekultur aus Melbourne beeinflusst, Herkunft und Zubereitung gehören hier zur Beratung.
Am Bürgerspitalplatz 5 arbeitet das Afro Café mit Kaffee aus afrikanischen Anbaugebieten, 15 Afro-Tees, Smoothies und afrikanisch inspirierten Gerichten. Die Café-Seite nennt Frühstück, Currys, Salate, Snacks, ein AFRO-Lunch-Menü und süße Mehlspeisen; Afro Spices, Kaffee und Tee gibt es auch für zuhause. Traditionelle Stoffe, Muster und zeitgenössische Arbeiten afrikanischer Künstlerinnen und Künstler gehören zum Raum. Im offiziellen Tourismusprofil sind 45 Plätze innen und 20 auf der Terrasse geführt.
Als Vergleich funktioniert die Runde gut in dieser Reihenfolge: erst der Produktionsort in Maxglan, dann dieselbe Marke im Cafébetrieb in Nonntal, danach ein zweiter Röstansatz in der Linzergasse und zum Schluss ein Ort, der Kaffee über eine ganze Produktwelt erzählt. Bohnen zum Mitnehmen bekommst du an allen vier Adressen, damit lässt sich der Vergleich zuhause fortsetzen. Wenn du nur zwei Stationen schaffst, nimm die Rösterei und ein Café, dann siehst du beide Enden des Wegs.