Frühstück abseits der Altstadtrouten
von inspired Redaktion
Vier Frühstücksadressen, die nicht am Hauptweg durch die Altstadt liegen. Vom Siegmundstor bis ins Andräviertel.
Frühstücken lässt sich in Salzburg fast überall, allerdings sind die zentralen Adressen vormittags oft am vollsten. Ein paar Gehminuten weiter wird es ruhiger. Diese vier Häuser liegen jeweils am Rand einer bekannten Route: vor dem Siegmundstor, am Müllner Steg, in der Linzer Gasse und im Andräviertel. Jedes hat eine eigene Frühstückslogik, deshalb lohnt es sich, nach Anlass zu wählen statt nach Entfernung. Zu Fuß erreichst du von der Altstadt aus alle vier in überschaubarer Zeit.
Das Quartier Café liegt in der Moosstraße 1D, direkt vor dem Siegmundstor am Rand der Riedenburg. Auf der Karte stehen mehrere Frühstücke, darunter ein dreistöckiges Quartier-Frühstück für zwei mit Brot, Aufstrichen, Eiern, Joghurt, Früchten, Kuchen und Getränken, dazu vegetarische und vegane Optionen, Jausen, Salate, Quiche und Süßes. Das Haus beschreibt sich als familiengeführt und denkt kleine Kinder, Hunde, Laptoparbeit, Rollstuhlnutzung und englischsprachige Gäste ausdrücklich mit. Spielecke, Hochstühle, Wickeltische, Steckdosen und WLAN sind vorhanden.
Beim Müllner Steg, in der Müllner Hauptstraße 4, sitzt das Cafe am Kai direkt an der Salzach, mit Blick auf die Müllner Kirche und die Altstadt. Zum Frühstück gibt es unter anderem Bio-Eier und ein veganes Chia-Porridge, dazu Panini, Salate, Antipasti, Mehlspeisen und italienischen Kaffee von B Caffè aus der Barbera-Familientradition. Im Tagesverlauf verschiebt sich der Schwerpunkt Richtung Aperitivo. Weil der Steg Fuß- und Radwege über den Fluss verbindet, passt der Ort gut in einen Spaziergang oder eine Radtour.
In der Linzer Gasse 78 verbindet Müller&Töchter Café, Concept Store und Naturwein-Bottleshop. Ausgeschenkt wird Arabica aus organischem Anbau, dazu gibt es hausgemachte Mehlspeisen, Sandwiches und einen täglich frischen Mittagstisch im Glas. Im selben Raum stehen Papierwaren, Bücher, Spiele, Papeterie, Designprodukte und Wolldecken. Lokale Stadtmedien beschreiben den kleinen Ort als Wohnzimmer im Andräviertel und verweisen auf Weinverkostungen, Pop-ups und das eigene Label PROST SHIRTS. Der Name geht auf die beiden Töchter des Gründers zurück.
Etwas weiter, in der Franz-Josef-Straße 9, arbeitet das Café Fingerlos seit 1996 als Kaffeehaus mit eigener Konditorei und Patisserie. Frühstück und kleine Karte gibt es den ganzen Tag, dazu regionale Speisen, Snacks und Kaffee von Afro Coffee sowie glutenfreie, vegetarische und laktosefreie Optionen. Die Backstube beschreibt der Familienbetrieb als sein Herzstück, Torten lassen sich individuell bestellen. Im Sommer verlagert sich der Betrieb in den Gastgarten an der Straße, Schloss Mirabell und die Schranne liegen in der Nähe.
Vier Adressen, vier Situationen: Familienfrühstück vor dem Siegmundstor, Flussblick in Mülln, Wohnzimmerfrühstück mit Einkaufsmöglichkeit in der Linzer Gasse und klassisches Kaffeehaus mit eigener Patisserie im Andräviertel. Wenn du zu zweit unterwegs bist, lohnt in mehreren Häusern der Blick auf die Frühstücksvarianten für zwei Personen. Und wenn der Vormittag länger werden soll: Zwei der vier Häuser gehen fließend in Mittagstisch oder Aperitivo über, das spart dir den Ortswechsel.